Der Heilige Geist zieht im ElisabethenHeim ein



Pfingsten? Was wird da nochmal gefeiert? Regelmäßige Umfragen zeigen, dass immer weniger Menschen eine Antwort darauf wissen. Die Kinder aus dem ElisabethenHeim gehören definitiv nicht zu den vielen Unwissenden. Damit letzte Unklarheiten bereinigt werden trafen sich die Hortkinder vor den Ferien zu einem Pfingstfeuer. Fünft- und Sechstklässler wurden in die Planung miteinbezogen und überlegten eifrig, wie man die Geschehnisse und Bedeutung des Pfingstfestes an die Grundschüler weitergeben kann. Besonders dass die Apostel, nach der Erfüllung des Heiligen Geistes, in allen Sprachen sprechen konnten faszinierte sie. Sie stellten sich vor, wie das heute wäre, wenn mehrere Schüler plötzlich aufspringen und in ihrer Muttersprache vom Leben Jesu erzählen würden und alle anderen könnten sie verstehen. Das tat man dann auch und viele Sprachen und Dialekte hallten durch den Schulhof. Mit selbstgebastelten Feuerzungen, welche über den Köpfen der Kinder hinwegschwebten, Liedern und Fürbitten wurden die letzten Unklarheiten über Pfingsten beseitigt. Man fand eine gemeinsame Bedeutung für den heiligen Geist: Es ist der Teil von Gott, der immer bei uns ist. Er hilft uns Dinge zu tun, die für die Menschen und die Welt gut und richtig sind.


Fastenzeit



Regelmäßig finden im Hort kindgerechte und religiöse Impulse statt. Dabei ist es immer wieder wichtig mit neuen Ideen, Kinder an biblische Geschichten heranzuführen und diese in ihren Alltag zu übertragen. Nur so sind die Inhalte spür- und nachvollziehbar. Passend zur Passionszeit stand die Verurteilung Jesu dieses Mal im Mittelpunkt. Die Kinder der 5. und 6. Klasse hatten sich mit dem Thema schon im Vorfeld beschäftigt und teilten ihre Gedanken mit den jüngeren Hortkindern. Wie waren wohl die Gefühle von Jesus als er verlacht, verhöhnt und gedemütigt wurde? Wer kennt auch diese Empfindungen? Die Schüler zeigten sich ehrlich, in dem sie zugaben manchmal andere voreilig zu beschuldigen und zu verurteilen. Außerdem arbeiteten sie aus der Geschichte die Wichtigkeit von Mut heraus. Während der Verurteilung fehlte den Anhängern von Jesu, aus Angst der Mut zu ihm zu stehen. Die Kinder verstanden diese Menschen, wissen sie doch selbst wie schwer es manchmal ist mutig zu sein und jemandem beizustehen. Bei einer Meditation konnten die Kinder zur Ruhe finden und eigenes Verhalten reflektieren. Ein Nagel und ein Papierherz, die in den Handflächen lagen, stellten eine zentrale Bedeutung dar und halfen den Kindern beim Nachdenken. Als Symbol, dass wir alle Fehler machen und andere verletzen, durfte jedes Kind einen Nagel in einen Tisch schlagen. Wir haben die Chance neu anzufangen, denn Gott traut uns zu, dass wir uns ändern können. Zum Abschluss bekamen die Kinder ein kleines Holzkreuz geschenkt, welches sie sich stolz umhängten.


Jesus Botschaft geht auf Reisen



Kindgerechte und religiöse Impulse gehören bei uns im Hort mittlerweise zum Alltag. So trafen sich die Kinder in unserer Hauskapelle und staunten nicht schlecht, dass diese mit Luftballons geschmückt war. Als Einstieg hörten die Kinder das Lied "99 Luftballons", das viele kennen und begeistert mitsangen. Danach wurde mit einigen Luftballons gleichzeitig gespielt. Die Kinder mussten im Team arbeiten um das Ziel zu erreichen, dass kein Ballon den Boden berührt. Auch wurde über die Faszination der leicht schwebenden Ballons gesprochen und wie vorsichtig man im Umgang sein muss, damit sie nicht mit lautem Knall zerplatzen. Dies wurde auf das tägliche Miteinander übertragen. Die Menschen sollten gut miteinander umgehen, einander nicht verletzen und aufeinander aufpassen. Und damit es erst gar nicht zu einem großen Streit kommt, der mit einem lauten Knall endet, gibt Jesus einen Tipp um gut miteinander auszukommen: Seid freundlich und mitfühlend und vergebt einander. Genau diese Botschaft stand dann auf den Karten, die an einigen Luftballons befestigt waren, die man mit viel Begeisterung im Schulhof fliegen ließ. Einer dieser Ballons wurde in der weitentfernten Schweiz auf einer Pferdekoppel gefunden.


Zeitzeugen faszinieren Kinder




Wieder einmal trafen sich die Hortkinder mit den Senioren des Hauses. Diese Treffen finden regelmäßig statt und schaffen immer wieder wunderbare, unkomplizierte und interessante Momente unter den Generationen. Auch dieses Mal kamen die Ü 80 Generation und die 10-13 jährigen Hortkinder schnell miteinander ins Gespräch. So tauschte man sich darüber aus welche Unterschiede es von Schule früher zu heute gibt. Danach schaute man gemeinsam einen Kurzfilm an, der Würzburg nach der Bombardierung zeigte. Viele Senioren, die zu dieser Zeit in Würzburg oder Umland lebten, berührte dies sehr und sie begannen den Kindern von ihren damaligen Erlebnissen sehr offen zu erzählen. Das faszinierte die Hortkinder, denn Geschichte von lebenden Zeitzeugen zu hören macht diese erst greifbar, besonders wenn es die eigene Stadt betrifft. Anschließend plauderten die Senioren und Kinder bei Kaffee und Kuchen unkompliziert über viele weitere Themen. Der Nachmittag ging kurzweilig zu Ende und dabei wurde die nächste Aktion schon besprochen: gemeinsames Eisessen in der Stadt, sobald es wärmer wird.